|
Grundvoraussetzung für eine Vasektomie ist in jedem Fall eine ausführliche Beratung
durch einen Urologen oder Andrologen. Je mehr Informationen gesammelt werden, umso mehr reift und festigt sich im Patienten der Entschluß, sich dem Eingriff zu unterziehen oder nicht.
Sollten Sie sich nach reiflicher Überlegung und nach Klärung der Situation mit Ihrer
Lebenspartnerin zum Aufkärungsgespräch beim Urologen vorstellen, so scheuen Sie sich nicht, alle Fragen zu stellen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Ein verantwortungs- bewußter Operateur wird Ihnen Ihre
Fragen bereitwillig beantworten, oft ist die Teilnahme der Partnerin an diesem Gespräch hilfreich, sogar erwünscht und zudem stärkt das das “Wir-Bewußtsein” einer Beziehung.
Nachdem Sie sich über die Konsequenzen und Kosten im klaren sind, erhalten Sie Ihren
Aufklärungsbogen und OP-Termin. Viele Operateure verlangen vor der Durchführung auch noch eine schriftliche Erklärung darüber, daß es sich beim Kassenpatienten um eine reine “Wunschleistung” handelt, die
nur in seltenen Ausnahmefällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Beim Privatpatienten werden die Kosten der Sterilisation von der privaten Krankenkasse nicht übernommen.
Am Abend vor der Operation sollten Sie die Schamhaare kurz schneiden, evtl. können
Sie auch eine Enthaarungscreme verwenden. Diese kann aber ähnlich wie eine Nassrasur zu erheblichen Entzündungen an der Haut führen, wenn Ihre Haut dieses Verfahren nicht gewöhnt ist. Oft reicht auch
eine Rasur mit dem Bartschneider, bei dem zwar kleine Stoppeln stehen bleiben, diese Prozedur reizt aber bei weitem nicht so sehr die Haut im Genitalbereich wie eine der vorher genannten Maßnahmen.
Weitere Voruntersuchungen sind in der Regel nur erforderlich wenn der Eingriff in
Vollnarkose durchgeführt wird. Manche Operateure verlangen einen schriftlichen Nachweis über einen HIV- Test (Aids-Test) auch bei Durchführung in Lokalanästhesie, die Kosten hierfür muss der Patient
selbst tragen.
Am Op-Tag müssen Sie, falls der Eingriff in Narkose durchgeführt wird, komplett
nüchtern bleiben. Das heisst: spätestens ab Mitternacht nichts mehr essen oder trinken, auch nicht rauchen. Sollten Sie wichtige Medikamente einnehmen müssen oder gar Diabetiker sein, so sprechen Sie das
bitte vor OP mit dem Narkosearzt oder Operateur ab.
In allen anderen Fällen, in denen der Eingriff in örtlicher Betäubung
(Lokalanästhesie) durchgeführt wird, können Sie frühstücken oder eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen, brauchen also nicht nüchtern zu sein. Die Mehrzahl der Männer entscheidet sich für diese Methode der
Betäubung, da sie einerseits kostengünstiger ist, andererseits der Patient nach der Operation auch gleich wieder nach Hause darf.
|